Frau Elster – Wie aus einem Kindheitsgefühl eine Schmucklinie wurde

Frau Elster – Wie aus einem Kindheitsgefühl eine Schmucklinie wurde

Manchmal entstehen Dinge nicht aus einem Plan. Sondern aus einem Gefühl.

So ist auch meine Schmucklinie entstanden.

Ihr Name ist

Frau Elster – feine Edelstücke – jedes Stück eine Signatur von Fanni Kaiser.

Vielleicht hast du diesen Namen schon gesehen. Vielleicht auch nicht. Und vielleicht fragst du dich, warum ausgerechnet „Elster“.

Die Antwort darauf beginnt in meiner Kindheit.

Ja, warum die Elster? Eben weil ich als Kind sooo oft die Schmuckstücke meiner Oma und meiner Mama an mich nahm und an mir herumbammeln ließ.

Da stehe ich als kleines Mädchen und habe die Stöckelschuhe meiner Mama aus dem Schrank gemopst und mich mit all dem Schmuck behangen, den meine kleinen Hände greifen konnten. Ich wurde so oft „Elster“ genannt, weil ich alles, was funkelte, an mich riss. Ich liebte es.

Meine Kindheit war eine sehr einfache. Ich bin das mittlere Kind mit zwei Geschwistern, einem jüngeren Bruder und einer älteren Schwester. Meine Mama war alleinerziehend ab meinem Schuleingang. Und das war für mich gar nicht so wild. Die Zeit der Trennung war turbulent, sicher auch traumatisch. Aber ich darf behaupten, dass ich damit sehr gut umgehe und ein tiefer Frieden in mir ruht.

Mein Vater war sicher zu mir ein wundervoller Mensch. Jedenfalls wird mir oft berichtet, dass er mich vergöttert hat. Was dann geschah, vermag ich nicht bewerten zu wollen. Es ist, wie es ist. Und es ist okay so, wie es ist.

Mir fehlte es an nichts, obwohl wir nichts hatten.

Als alleinerziehende Mama mit drei Kindern gab es da auch nicht so viel. Und so war ich schon immer ein Mensch, der sich mit Kleinigkeiten beschäftigen konnte und extrem glücklich damit war.

Und so stibitzte ich ständig den Schmuck und alles, was funkelte.

Ich hatte noch mehr Kosenamen. Auch Pfannkuchen, weil ich so gern Pfannkuchen aß und esse. Und ja, auch weil ich als Kind wirklich so kugelrund wie ein Pfannkuchen am Bäuchlein war.

Ich hatte eine wundervolle Kindheit und war immer – und auch heute noch, wenn ich zurückblicke – in tiefer Liebe mit meinem Leben.

Natürlich war ich auch ein bockiges Kind, das alles haben wollte, was in meinem Kopf war. Ein taffes kleines Mädchen. Und diese Elster ist in mir geblieben.

So liebe ich auch heute noch alles, was funkelt. Ich liebe Lichtbrechungen. Ich liebe Schmuck – auch wenn ich selbst kaum welchen trage, da ich als HSP (hoch sensible Persönlichkeit) Schmuck nicht so gern auf meiner Haut aushalte. Aber ein Mineralienarmband ist wie ein Teil von mir – es darf immer dabei sein.

Ja, es gab Mangel. Auch später in der Schulzeit. Wenn eine Freundin nach New York mit ihrer Mama Klamotten shoppen reiste, saß ich mit meinem Hund im Innenhof und wir haben uns mit Kleinigkeiten beschäftigt.

Es waren schon immer die kleinen, unscheinbaren Dinge, die meine Augen zum Funkeln brachten.

Zum Beispiel auch ein Mal im Jahr die Lieferung ausrangierter Kleidung meiner Cousine und Cousins. Das war wie Weihnachten, Neujahr, Ostern und Geburtstag auf einmal. Das war mein Shopping. Und ein Mal im Jahr gab es Bekleidungsgeld vom Sozialamt. Meine Mama ging zwar arbeiten, aber das Geld reichte vorn und hinten nicht.

Und wenn meine damalige Freundin mit ihren coolen Sachen ankam, war ich schon beeindruckt. Dieses Unerreichbare war gigantisch. Ich freute mich für sie.

Oder meine andere Freundin wurde mit Geld von ihren Eltern überhäuft. Sie ging mit mir gern in einen kleinen Geschenkeladen und kaufte mir Polly Pocket. Kennt ihr das noch? Wir liebten es damit zu spielen und uns an diesen kleinen süßen Figürchen zu erfreuen und unsere Welten nachzuspielen. Sie war so lieb.

Ich hatte viele Freundinnen. Ihren Reichtum zu sehen tat mir nie weh. Ich empfand keinen Neid. Dieses Gefühl gibt es in mir nicht. Ich habe mich immer mitgefreut.

Als wäre ihr Reichtum ein Stück weit auch meiner.

Vielleicht ist genau dort etwas entstanden, das mich bis heute trägt.

Und viele Jahre später wurde mir etwas klar. Aber anders, als man vielleicht denken würde.

Ich habe angefangen, selbst Mineralienschmuck für meine Kunden anzufertigen – noch bevor sie mich überhaupt beauftragt haben. Es machte mir einfach Freude.

So war es anfangs gar nicht gedacht. Ich wollte nur auf Bestellung die „richtigen“ Perlen miteinander vereinen. Aber es wurde mehr. Vielleicht war es ein Raum. Ein Raum, in dem ich etwas anderes tun konnte, als nur im Überlebensmodus festzustecken. Ein Raum, in dem mein System sich regenerieren durfte. Und ich regenerierte. Ich kann nicht sagen, dass das, was ich tue heilsam ist. Ich darf aber sagen, dass es mir sehr gut tat und alles was uns guttut, hilft uns in Balance zu halten. 

Also bastelte ich Schmuck. Und er wurde richtig schön.

Auf den Kunsthandwerkertagen wurde mein selbst gefertigter Schmuck gekauft. Und dann kam Anfang Mai mein Mann zu mir und sagte: „Du brauchst eine eigene Marke.“.

Und noch bevor ich wirklich darüber nachdenken konnte, war der Name da:

Frau Elster.

Welcher Name könnte passender sein?

Denn ja – am Ende soll man erkennen, dass ich diese kleine Frau Elster bin. Die, die so gern in Perlen wühlt. Die als Kind Perlenketten um sich gehangen hat. Die genau dieses Gefühl, diesen Einblick in ihre Kindheit, mit jedem einzelnen Stück weitergeben möchte.

Jedes Stück ist ein Unikat. Es wird kein zweites Mal so existieren.

Jedes Stück ist die pure Fanni. Die kleine Elster in mir.

Es trägt meine Geschichte. Meine Erinnerungen. Meine Energie von Leichtigkeit – und ein bisschen Einhorn-Puderzuckerpups.

Ja, ich bin verträumt und verspielt. Aber auch tiefgründig.

Eine frühere Freundin meinte, ich sei wie eine kleine Fee. Aber in Wahrheit bin ich viel mehr. Nämlich auch eine kleine, neckische, diebische Elster.

So fühlte ich mich auch immer, wenn ich in der Perlerie unterwegs war und Perlenstränge für mein Schmuckangebot eingekauft habe. Es war berauschend. So schön, all diese Perlen zu sehen und zu fühlen: Mein Zuhause und das Zuhause von Frau Elster.

Und genau hier kommt noch eine tiefere Bedeutung dazu.

„Frau“ steht für mich für Bewusstsein. Für Reife. Für die Entscheidung, bei sich selbst zu sein.

„Elster“ steht für das Sehen von Schönheit im Detail. Für das Sammeln von Bedeutung. Für das Erkennen von dem, was andere vielleicht übersehen.

Und genau das vereint sich in meinem Schmuck.

Ich designe nichts neu. Ich halte mich an keine Konzepte. Ich mache nichts „so, wie man es macht“. Ich fädele einfach. Ganz bewusst. Perle für Perle. Wie eine Elster, die sich ihr Nest baut.

Und vielleicht genau deshalb sind meine Schmuckstücke anders. Weil ich nie jemand war, der nachmacht. Natürlich kann es sein, dass etwas ähnlich aussieht. Aber ich gehe meinen Weg. Ich habe zum Beispiel eine Kette komplett anders aufgefädelt – die dicken Perlen im Nacken und die feinen auf dem Dekolleté. Völlig anders. Aber genau das bin ich.

Ich mache einfach, was ich mache. Und gut.

„Jedes Stück eine Signatur von Fanni Kaiser.“

Ich bin keine Verkäuferin. Ich mag dieses „Kunden catchen“ nicht. Dieses Call-to-Action-Gefühl – da sträubt sich alles in mir. Ich denke immer: Wer sich angesprochen fühlt, wird seinen Weg zu mir finden. So ist es auch mit Reiki. Es ist intensiv. Auch wenn es nach außen oft unscheinbar wirkt. Aber nicht jeder ist bereit, wirklich etwas zu verändern.

Und genau so ist es auch mit meinem Schmuck.

Er will nicht verkauft werden. Er will gefunden werden.

Ich arbeite überwiegend mit Mineralien. Und ihnen wird eine Wirkung nachgesagt. Nicht im Sinne von „schnipp und alles ist anders“. Sondern im Sinne von Begleitung. Unterstützung. Bewusstsein.

Und vielleicht ist genau das die Einladung:

Dich selbst wieder wertvoll zu sehen.
Dir etwas zu gönnen, das Bedeutung hat.
Dich an deine eigene Geschichte zu erinnern.

Ich wünsche mir, dass du die Elster siehst – und sofort spürst, dass da mehr ist.

Dass das kein Schmuck von der Stange ist. Keine Massenproduktion. Kein „ich fertige zehn Stück am Tag“.

Sondern jedes Stück entsteht individuell. Mit Liebe zum Detail. Mit einer tiefen Verbindung zu den Mineralien.

Die Elster soll dich daran erinnern, dass du nicht allein bist.

Viele von uns sind einsam – und ich meine nicht, dass sie keine Menschen um sich haben. Man kann auch in einer großen Familie einsam sein.

Und wenn du die Elster siehst, darfst du wissen: Da draußen sind viele, die ähnlich fühlen wie du. Wir sind verbunden.

Und vielleicht ist genau das „Frau Elster“.

Nicht nur ein Name. Sondern ein Gefühl. 🌿

Herzlichst, Fanni 

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