Reiki ist nicht gleich Reiki

Reiki ist nicht gleich Reiki

Und vielleicht beginnt genau hier ein liebevoller Blick auf etwas, das oft in eine einzige Schublade gesteckt wird.

Als ich erstmals in die Kunst des authentischen Reiki nach Dr. Mikao Usui eingeweiht wurde, durfte ich erfahren, dass diese Praxis eine lange Geschichte trägt. Überliefert wird, dass sie durch ihn wiederentdeckt und weitergegeben wurde – auf seine ganz eigene Weise.

Einige Überlieferungen deuten darauf hin, dass Reiki in seiner ursprünglichen Form zunächst ganz ohne Symbole praktiziert wurde und diese erst zu einem späteren Zeitpunkt ergänzend in die Lehre eingeflossen sind – vor allem für Schüler, denen sie den Zugang erleichtert haben.

Für mich persönlich zeigt sich Reiki heute ganz pur: Durch die Verbindung, durch die Stille und durch meine Hände. Wenn ich sie einsetze, beginnt die universelle Lebensenergie zu fließen – ruhig, beständig und oft auf eine Weise, die sich nicht erklären lässt, sondern nur erfahren werden kann.

Gleichzeitig ist mir in letzter Zeit etwas aufgefallen.

In den sozialen Medien sehe ich immer häufiger Darstellungen von Reiki, die sehr frei interpretiert werden. Oft wird dabei mit den Händen vor der Kamera wild gearbeitet, viel gezeigt, viel inszeniert – und dennoch als „Reiki“ bezeichnet.

Mir ist wichtig zu sagen: Reiki ist für mich nicht das, was dort häufig gezeigt wird.

Das bedeutet nicht, dass Menschen etwas „falsch“ machen oder dass ihre Art weniger wert ist. Jeder Mensch darf natürlich seinen eigenen Zugang zu Energiearbeit finden und das tun, was sich für ihn stimmig anfühlt.

Und genau da beginnt für mich die Unterscheidung.

Reiki in seiner ursprünglichen Form – so, wie es über die Ausbildungslinie weitergegeben wurde – ist etwas sehr Klar strukturiertes, Ruhiges und Geerdetes. Keine Inszenierung, kein äußeres „Tun um des Tuns willen“, sondern eine klare, überlieferte Praxis.

Durch die vielen modernen Abwandlungen verschwimmt dieser Ursprung jedoch zunehmend. Dadurch entsteht schnell ein falscher Eindruck.

Für mich persönlich ist das ein wichtiger Unterschied:
Zwischen freier Interpretation und authentisch überlieferter Linie.

Beides darf existieren – aber es ist nicht dasselbe.


Warum ich mich Meisterin des authentischen Reiki nenne

Der Begriff „authentisch“ ist mir wichtig.

Denn ich arbeite nicht nach abgewandelten oder modern interpretierten Reiki-Lehren, sondern in einer klaren, ursprünglichen Ausbildungslinie, die direkt auf den Wiederentdecker des Reiki zurückgeht. Und nur diese darf sich "authentisches Reiki" nennen.

Meine Linie ist:

Mikao UsuiChujiro HayashiHawayo TakataPhyllis Lei Furumoto RayBrigitte Simonson → Andreas Völker → zu mir

Diese gerade Linie steht für eine unverfälschte Weitergabe des Wissens – so, wie es ursprünglich gedacht war.

Und auch der Begriff „Meisterin“ ist für mich keine freie Bezeichnung, sondern ein Titel, den ich innerhalb dieser Ausbildungslinie erhalten habe.


Was du bei einer Reiki-Behandlung erleben kannst

Vielleicht spürst du gar nichts.
Und auch das ist vollkommen in Ordnung.

Viele Menschen berichten von tiefer Entspannung. Von einem Gefühl des Gehalten-Seins. Wenn ich meine Hände auflege, wird die Berührung oft als warm, ruhig und ausgleichend wahrgenommen – manchmal ähnlich wie das angenehme Gewicht einer Decke, die dich sanft umhüllt.

Manche Menschen schlafen ein.
Manche beobachten einfach.
Manche spüren erst später, dass sich etwas verändert hat.

Alles darf sein. Nichts muss geschehen.

Reiki wirkt nicht durch Erwartung – sondern durch das, was sich zeigen darf.


Wie ich Reiki verstehe

Mein Lehrer beschrieb Reiki einmal mit einem sehr bodenständigen Bild:
Wie die Arbeit in einem Kanalsystem.

Etwas wird gereinigt. Etwas kommt wieder ins Fließen.

Dieses Bild ist vielleicht ungewohnt – und gleichzeitig sehr treffend. Denn auch wir tragen in uns ein feines System aus Energiezentren und Bahnen, die in vielen Traditionen beschrieben werden.

Im Laufe unseres Lebens sammeln wir Erfahrungen. Worte, die uns geprägt haben. Situationen, in denen wir uns zurückgenommen haben. Gefühle, die vielleicht keinen Raum bekommen haben.

All das darf da sein.
Und all das darf sich auch wieder lösen.

Reiki kann dabei ein Impuls sein – ein sanfter Anstoß, der etwas in Bewegung bringt.


Dein eigener Weg

Ich gebe keine Versprechen.
Und ich nehme dir nichts ab.

Was ich tun kann, ist einen Raum zu öffnen, in dem deine eigene Energie wieder ins Fließen kommen darf. Was du daraus entstehen lässt, liegt ganz bei dir.

Manchmal zeigt sich danach mehr Klarheit.
Manchmal ein Impuls, etwas auszusprechen.
Manchmal einfach nur Ruhe.

Und manchmal geschieht etwas ganz anderes.

Je öfter du dir selbst begegnest – in welcher Form auch immer – desto feiner wird dein Gespür für dich.

Denn alles, was in dir ist, möchte letztlich gesehen werden.
Angenommen werden.
Und vielleicht irgendwann in Frieden weiterziehen.


Und so schließt sich der Kreis

Reiki ist nicht gleich Reiki.

Und genau deshalb darfst du wähle aus dem Gefühl heraus, was dich anspricht.

Was dich berührt.
Was dich einlädt, bei dir selbst anzukommen.

Ein Ort, an dem du einfach sein darfst.

Herzlichst, Fanni 


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